Grüne Bürgerliste der
Stadt und Verbandsgemeinde Edenkoben GBE
Stadt und Verbandsgemeinde Edenkoben GBE
Klima und Energie
So hieß das Thema, das bei der GBE am 28.04.09 mit der Bundestagsabgeordneten Ulrike Höfken und Prof. Dr. Norbert Gilbert von der FH Kaiserslautern diskutiert wurde.

Die Vorträge mit anschließender Diskussion wurden von der GBE im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe zu den Kommunal/Europawahlen 2009 organisiert, die am 25. Mai mit einer Veranstaltung zum Thema „Integration / Migration“ ihre Fortsetzung finden werden. Bevor Ulrike Höfken das Thema unter aktuellen politischen Aspekten beleuchtete, erläuterte Bernd Haunstetter, der die GBE im Edenkobener Stadtrat vertritt, welche Anträge die GBE dort zur besseren Energie-Effizienz eingereicht hat. Diese lauten wie folgt:
-
2004 Antrag der GBE für Solarzellen auf den Dächern öffentlicher Gebäude
-
die Daten zum Energiehaushalt sollen zentral erfasst werden
-
der Bauhof soll einen Holzvergaserkessel bekommen, der sich nach 2 Jahren amortisiert hätte.
Der Edenkobener Stadtrat hat diese Anträge wohlwollend zur Kenntnis genommen, konkrete Umsetzungen haben bisher jedoch nicht stattgefunden.

Anschließend referierte Frau Höfken,die seit 1994 MdB ist und vorher selbst ökologische Landwirtschaft
betrieb, über die „große Politik“
aus Berlin. Sie betonte, dass Deutschland früher Vorreiter auf dem Gebiet Klimaschutz + Energie war, doch diesbzgl. in Zeiten der
weltweiten Finanzkrise immer mehr ins Hintertreffen gerate.
Als Beispiel nannte sie die Abwrackprämie für alte Autos. Diese
garantiere noch lange nicht, dass der Autofahrer anschließend einen umweltfreundlichen Neuwagen erwerben werde. Außerdem
habe der Konjunkturgipfel dazu beigetragen, dass die Klimaschutzziele der Bundesregierung verwässert würden.
Während
die Kanzlerin eine Mischung aus fossilen, erneuerbaren und Atomenergie favorisiere, baue die SPD weiterhin auf Kohlekraftwerke. So
sollen demnächst in Mainz und Mannheim riesige, „moderne“ Anlagen gebaut werden, die neben der erzeugten Umweltbelastung
außerdem noch relativ ineffizient seien. Dies alles seien Gründe für die dringend notwendige Energiewende. Umwelttechnologien
seien inzwischen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, da ein riesiger ökologischer Investitionsbedarf bestehe.
Nach wie vor fordern
Die Grünen im Bundestag daher die Aufgabe fossiler Energien und den kompletten Ausstieg aus der Atomenergie zu Gunsten erneuerbarer
Energien. In Deutschland müsse man lernen, die Biomasse (z. B. den Wald) nachhaltig zu nutzen. Hierbei spielten die Kommunen eine
zentrale Rolle. So gebe es aktuelle Berechnungen, die belegen, dass es möglich sei den Energiebedarf des ganzen Bundeslandes
Rheinland-Pfalz ausschließlich durch erneuerbare Energien zu decken. Zum Schluss betonte das MdB, dass auch Abfall wie Hausmüll
oder Klärabfälle ökologisch genutzt werden müssen.
Anschließend gab Prof. Dr. Gilbert einen Einblick in die Windenergie unter technischen Aspekten. Folgende technische Fakten sind hier von Interesse:
-
Windenergie liefert in Deutschland 130.000 Jobs
-
Windenergie liefert in Deutschland 24.000 Mega Watt
-
Windenergie liefert in Deutschland 1/3 der Windenergie Europas
-
Windenergie liefert weltweit 5 x so viel wie in Deutschland
-
Windenergie liefert z. Zt. 7% des Stromverbrauchs in Deutschland (Kohle mit 40 % größter Lieferant)
-
Bei der Windenergie liegt Rheinland-Pfalz auf Platz 7 unter allen Bundesländern.
-
Deutschland hat 37% der gesamten Windenergienutzung in Europa und ist damit europäischer Spitzenreiter
-
Windkraftanlagen laufen etwa 1/3 vom Jahr
-
1000 Haushalte können komplett von 1 Windkraftanlage versorgt werden, die neue Generation von Windkraftanlagen leisten das 3fache.
-
90% des Windes werden von Windkraftanlage genutzt
-
Nach 10 Jahren hat sich eine Windkraftanlage amortisiert
-
Trotz 24.000 Anlagen gab es bisher keine „Unfälle“
-
Moderne Windkraftanlagen haben eine Strumreglung und schalten erst bei 140km/h ab.
- Windenergie wird speicherbar werden erste Anlagen laufen im Versuchsstadium, wobei 4 verschiedene Speichermöglichkeiten getestet werden.
Nach ihren Vorträgen bedankte sich der Vorstand der GBE bei seinen Gastreferenten und lud zu seiner nächsten Veranstaltung im Mai ein, bei der ein farbiger Parlamentarier über das Streitthema „Integration/Migration“ referieren wird.
Anmerkung Vorstand:
Wir wollten diesen Artikel in der RHEINPRALZ veröffentlichen von zuständigen Redakteur
kam der lapidare Satz zurück:
„Hallo, tut mir leid, aber über Vorträge können wir aus Platzgründen nicht berichten.
Gruß aus LD
Michael Reuter“