Grüne Bürgerliste der
Stadt und Verbandsgemeinde Edenkoben GBE
Stadt und Verbandsgemeinde Edenkoben GBE
Grüne Bürgerliste Edenkoben (GBE) in Berlin
Bericht von Volkfried Dittler
Auf Einladung des Mainzer Bundestagsabgeordneten Josef Winkler vom Bündnis 90/Die Grünen
weilte eine Gruppe von 11 erwartungsvollen Pfälzern vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2008 in Berlin. Der „Berlin-Reise-Dienst
– die Experten für kulturelle & bildungspolitische Gruppenreisen nach Berlin“ hatte ein organisatorisch und
inhaltlich dicht gedrängtes Programm vorgeschlagen, das wenig Zeit für individuelle Unternehmungen ließ. Geschlafen u
nd gefrühstückt wurde im „Motel One“ in Kreuzberg, nahe der „Mauer“, die, durch einen Pflastersteingürtel
kenntlich, bis auf einige authentische Reste an der Bernauer Straße unvergessen bleiben soll. Nach der Ankunft am Donnerstagnachmittag
überbrückten die Meisten die Zeit bis zum vereinbarten „Opernbesuch“ in der noch nicht geöffneten U-Bahn-Station
„Bundestag“ mit Erkunden der Hotelumgebung, wo es beispielsweise türkische Lebensweise zu bestaunen gibt.

"Ausflügler"der GBE zusammen mit Josef Winkler (Mitte)
Am Freitag erfolgte der Besuch einer Bundestagsdebatte mit Beschluss zur Bahnreform. Das anschließende Gespräch mit MdB
Winkler drehte sich allerdings kaum um „grüne“, umso mehr aber um soziale Probleme, etwa um die Finanzierung der
Alterssicherung. Jetzt ging es zum Mittagessen ins Paul-Löbe-Haus, wo man die gleichen rigorosen Sicherheitskontrollen und
Gängeleien erleiden musste wie im Bundestag. Die anschließende Stadtrundfahrt – vornehmlich durch „Ost“-Berlin
– wurde brillant und kenntnisreich vom City-Guide Herrn Steinhausen kommentiert. Abends bestaunten die Meisten die atemberaubenden
und peppig vorgetragenen Kunststücke im Kabarett Chamäleon in den Hackeschen Höfen, bevor man sich zum gemeinsamen
„Austrunk“ in einer „Freibank“-Kneipe der Oranienstrasse traf.
Der Samstagvormittag gehörte den makabren Eindrücken beim Besuch der ehemaligen STASI-Zentrale Normannenstrasse. Der
Nachmittag wurde durch das bedrückende Erlebnis der Holocaust-Gedenkstätte – oberirdisch der Mahn-Stelen,
unterirdisch einer dokumentarischen Gedenkschau – begangen, und der Abend fand auf der Spree bei einer geführten Schifffahrt statt.
Die Menge dieser Eindrücke wurde anschließend in einer Kneipe des Nikolaiviertels bei einigen Berliner Mollen verarbeitet.

In der ehemeligen STASI-Zentrale Normannenstrasse
Der Sonntagvormittag konnte zu einem Dom-Gang mit der Dauerausstellung „Wege, Irrwege, Umwege - die Entwicklung der
parlamentarischen Demokratie von 1848 bis zur Wiedervereinigung“ oder/und zu einem Flohmarktbesuch an der „Straße
des 17. Juni“ genutzt werden. Und danach brachte uns ein ICE-Sprinter mit einer halben Stunde Verspätung ermüdet
aber voller nachdenkenswerter Erlebnisse zurück in die Pfalz.

Als zusätzliches Resümee ist festzustellen: die Teilnehmer haben sich besser kennengelernt.